Die Fährtenarbeit   -   der Fährtenhund

 

Die Fährtenarbeit ist eine Geduld- und eine Fleißarbeit. Dies reicht aber immer noch nicht aus, um seinem Hund eine hervorragende Arbeit zu lehren.

Der Hundeführer muss sich auch darüber Gedanken machen, ob die Witterungsverhältnisse, die Bodenbedingungen und die Geländestrukturen für den jeweiligen Ausbildungsstand des Hundes angemessen sind.

 

Vielfalt der Duftstoffe:

Pflanzensäfte durch zertretene Gräser; pflanzliche Duftstoffe aus deren Säfte; Duftstoffe aus zertretenen Mikroorganismen; der menschliche Geruch, der beim Gehen am Boden haften bleibt; das Zusammenwirken menschl. und pflanzl. Duftstoffe; Einfluss der Tageszeit auf das Bakterienwachstum am Boden; Witterungsverhältnisse und atmosphärische Einflüsse.

 

Wir unterscheiden den fährtenfesten, den fährtensicheren und den fährtenreinen Hund.

 

Fährtenfest: dieser Hund folgt der Menschenfährte, lehnt Wildfährten ab, wechselt aber auf frischere menschlichen Fährten über.

 

Fährtensicher:  dieser Hund folgt der Menschenfährte, lehnt Wildfährten ab, wechselt auch nicht auf jüngere menschliche Fährten über. Er hat gelernt, dass jede Fährte eine bestimmten Geruchsbeschaffenheiten hat, die sich von älteren und jüngeren Fährten unterscheidet. Er hat gelernt  auf der Ansatzfährte zu verharren bis zu einem Zeitunterschied von drei bis fünf Minuten.

 

Fährtenrein: dieser Hund bleibt auf jedem Fall auf der Ansatzfährte, also auch bei gleich alten Fährten, die die Ansatzfährte kreuzen.

 

Auch der Fährtenhund muss, vor der ersten Prüfung eine Begleithundprüfung abgelegt haben.

 

Die Fährtenhundprüfung  gibt es in 3 Stufen

 

1. die Fährtenhundprüfung 1: Fährtenlänge mindestens 1200 Schritte

 

Mindesliegezeit    180 Minuten
Legen der Verleitung   30 Minuten nach Legen

Nicht  auf dem 1. oder letzten Schenkel

Gegenstände 4    der erste frühestens nach 250 Schritten

Geländewechsel

Ausarbeitungszeit 30 Minuten

Halten der Fährte 80 Punkte

Jeder Gegenstand 5 Punkte

 

Mögliche Form

 

 

 

 

                                                                                 

                                         

                                                                                                      

                                                                 

 

 

                    

 

 

 

 

 

 

2. Die Fährtenhundprüfung 2

 

 

Beginn:  Stöberfeld  20 x 20 Meter  Ausarbeitungszeit 3 Minuten

Der Identifikationsgegenstand im Stöberfeld zeigt den Fährtenbeginn an

Fährtenlänge mindestens 1800 Schritte

Liegezeit 180 Minuten

Legen der Verleitungsfährte  30 Minuten vor Suchbeginn  nicht auf dem 1. oder letzten Schenkel

Ausarbeitungszeit der Fährte 45 Minuten

Gegenstände 7    der erste Gegenstand darf frühestens nach 250 Schritten gelegt werden

Punktzahl der Gegenstände  6 x 3  und 1 x 2

 

 

3. Die IPO-Fährtenhundprüfung

 

 

Wie Fährtenhundprüfung 2  allerdings mit folgenden Besonderheiten:

 

An 2 aufeinander folgenden Tagen müssen je eine Fährtenprüfung abgelegt werden mit 2 verschiedenen Fährtenlegern